点评:Gleich vorausgeschickt: ich finde die Kunst von Yayoi Kusama wirklich eindrucksvoll und war froh, zumindest einen Teil der Ausstellung besuchen zu können! Als gehbehinderter Mensch, der weder lange stehen, noch lange Strecken gehen und erst Recht keine Treppen nehmen kann, war die Gestaltung der Ausstellung - eher gelinde gesagt: suboptimal. Wenn man auf das Gebäude Ihres Hauses zu kommt, erscheint einem die gefühlt auf halber Strecke zum Himmel reichenden Treppe als unüberwindbare Hürde. Da man aber heutzutage gut auf Ihrer Homepage recherchieren kann, wo der Behinderteneingang zu finden ist, ist man
beruhigter, kann sich jedoch trotzdem von der Seite "Auf der Brandt" kommend auf die Suche machen. Mit einigem Schnitzeljagdtalent findet man dann den Eingang, der jedoch nur von Seiten der Philharmonie aus, als Behinderteneingang zu erkennen ist.
Wacker an der Tür geschellt, ein paar Minuten Geduld und ein Mitarbeiter kommt die Tür öffnen und weist einem den Weg zum Aufzug, gibt an, welche Etage zu wählen sei und entschwindet. An der Info haben wir uns dann einen Rollstuhl ausgeliehen, ein guter Service. Dann kommt man nach der Ticketkontrolle in die Ausstellung. Nunja, ein wenig Ausstellung. Nach dem Eingangsbereich ist geplant, dass man die frühen Werke betrachtet. Eine Etage tiefer. Also: wieder aus dem Eingang heraus Aufzug genommen und hinab. Dann kommt man an eine erstaunlich lange, steile Treppe an deren Wände diverse Spiegel hängen. Wenn man einen Mitarbeiter auftreiben kann, weist der einem den nächsten Weg dem richtigen Aufzug. Nachdem man dann erneut beim Einlass anstehen konnte, erwartete einen ein ratlos dreinblickender Mitarbeiter, der sich trotz des enormen Besucheransturms daran erinnern ließ, uns vor nicht allzu langer Zeit bereits eingelassen zu haben. Es folgt der Umstieg in einen weiteren Aufzug. Mit dem landet man in einem anderen Teil des Museums und kann diverse Meter bis zur Kusama Ausstellung zurücklegen um dann an einer Absperrkordel mit Aufschrift "kein Durchgang" zu landen. Dank einer beherzten, hilfsbereiten Besucherin wurde uns der Zugang eröffnet. Also sehen wir die hübschen, bunten Bilder und eine Spiegelinstallation und fragen uns, wie wir die Dachterrasse erreichen. Kein Mitarbeiter in Sicht, aber ein Aufzug. Also wacker den Aufzug genommen und nach einiger Strecke in einer Art Foyer der Dachterrasse gekommen. Dort war dann das Ende meines Besuches erreicht. Natürlich mal wieder dank einer Treppe! Das kleine Hinweisschild, dass Gehbehinderte doch zur Unterstützung das Personal ansprechen sollen haben wir, so wie viele andere aus Rücksicht auf den eindeutig nicht mehr ganz jungen und nicht gerade vor Fitness strotzenden Mitarbeiter ignoriert. Sprich: die Dachterrasse war für mich mit Rolli unerreichbar. Während dann zumindest mein Mann in den Genuß des Besuchs der Dachterrasse kam, habe ich diverse Herrschaften mühevoll auf Krücken und mit Gehstöcken die Treppe erklimmen sehen. Zwei Damen mit Rollatoren wurden kurzerhand von freundlichen Mitbesuchern beim Ersteigen der Stufen und Transport der Rollatoren unterstützt. Auch Eltern mit Kinderwagen blieben ratlos stehen.
Wo der gelbe Raum mit den Tentakeln war und ob dieser auch irgendwie über einen Aufzug hätte erreicht werden können, haben wir an dem Tag nicht mehr ergründen können. Nach all den zurückzuliegenden Strecken und Rätseln, wie man die weitere Ausstellung erreichen kann, waren wir doch reichlich geschafft. Den Rolli gaben wir an der freundlichen Info wieder ab und baten einen Pförtner darum, uns den Weg zum Behindertenausgang zu ermöglichen. Der zuständige Mitarbeiter wurde gerufen und ermöglichte uns nach knapp 30 Minuten den barrierefreien Ausgang. Rückblickend finde ich es durchaus angemessen, als Mensch mit GdB nur den halben Eintrittspreis gezahlt zu haben, da mir ein kompletter Besuch so nicht ermöglicht wurde.
Aber nun nochmal ganz ehrlich: Ist dem Museum Ludwig klar, dass wir in einer alternden Gesellschaft leben, in der Rollatoren, Rollstühle und Gehstöcke öfter einmal im Straßenbild zu sehen sind? Oder sind coole, moderne Ausstellungen nur etwas für fitte, junge, coole Leute? Kann man eine Ausstellung auch niedrigschwelliger gestalten? Oder ist das gar nicht gewünscht? Kann sich das Museum leisten, auf einen konstant wachsenden Teil der Bevölkerung zu verzichten?
Uns hätten ein paar kleine Änderungen auf alle Fälle sehr geholfen. Ein klarer erkennbarer Behinterteneingang wäre eine gute Sache und mit wenig Mühe umsetzbar. Ein kleiner Plan wie man von Etage zu Etage kommt, wäre ein guter Anfang gewesen. Die komplette Ausstellung etwas kompakter ohne derart lange Wege zu planen, wäre eine tolle Sache gewesen. Klar, eine Rampe zur Dachterrasse wäre etwas aufwändiger, aber perspektivisch sicher eine sinnvolle Investition. Nur bitte nehmen Sie entgegen der allgemein gesellschaftlichen Tendenz in Zukunft mehr Rücksicht auf die, die nicht mehr so gut zu Fuß sind oder weisen Sie klarer auf die von Ihnen angestrebte Zielgruppe hin!
翻译:先说一下:我觉得草间弥生的艺术真的令人印象深刻,能参观到展览的至少一部分内容我也感到很开心!作为一名行动不便的人,我既无法长时间站立,也无法走很远的路,更别说爬楼梯了。因此,这次展览的布局——说得客气点:并不理想。当走近贵馆所在的建筑时,那仿佛直插天际、几乎占据了半条天际线的楼梯简直就是一道难以逾越的障碍。不过,如今在您的网站上可以很方便地查到残疾人专用入口的位置,这让人安心不少。即便如此,人们仍可以从“Auf der Brandt”这一侧开始寻找。只要稍微动点脑筋,就能找到那个入口,只不过只有从爱乐乐团一侧才能看出它是残疾人专用入口。
按响门铃后耐心等待几分钟,就会有工作人员来开门,并指引你前往电梯。它指明了该选择哪一层楼,随后便消失了。我们在咨询处借了一辆轮椅,服务不错。通过票务检查后便进入了展览区。嗯,算是个小型展览吧。按照规划,参观者应在入口区之后去欣赏早期作品,而它们位于下一层楼。也就是说:得重新从入口处乘电梯下去。随后便会看到一段长得惊人且十分陡峭的楼梯,楼梯的墙壁上挂着各式各样的镜子。如果能找到工作人员,他会指引我们前往正确电梯的路线。之后,当我们再次在入口处排队时,迎接我们的是一位面露困惑的工作人员——尽管当时游客众多,他仍记得不久前刚让我们进入过。随后需要换乘另一部电梯。这样就会进入博物馆的另一个区域,需要步行好几米才能到达草间弥生展览区,最终却撞上一条写着“禁止通行”的警戒绳。多亏了一位勇敢又热心的参观者帮忙,我们才得以进入。于是我们欣赏了那些色彩缤纷的美丽画作以及一面镜面装置,同时也在思考该如何前往屋顶露台。周围看不到任何工作人员,不过倒有一部电梯。于是我鼓起勇气乘上电梯,没过多久便来到了屋顶露台的一个类似门厅的地方。那里就是我参观的终点。当然,又是靠楼梯才到的!那个提醒行动不便者可以寻求工作人员协助的小指示牌,我们和许多人一样,出于对那位显然不再年轻且体力也算不上出色的工作人员的体谅,选择忽略了它。也就是说:对我来说,坐在轮椅上根本无法到达屋顶露台。虽然至少我的丈夫得以参观屋顶露台,但我却看到不少人费劲地拄着拐杖或助行器爬上楼梯。还有两位使用助行器的女士,在友善的其他游客的帮助下才得以爬上台阶并搬动她们的助行器。甚至带着婴儿车的家长也不知所措地站在那里。那天,我们没能进一步弄清楚那个带触手的黄色空间位于何处,以及是否也能通过电梯抵达那里。经历了那么多路程、又解开了诸多关于如何前往后续展馆的谜题之后,我们实在疲惫不堪。我们把轮椅交还给友善的问询处工作人员,并请一位门卫为我们指明通往无障碍出口的路线。负责的工作人员被叫来,大约30分钟后便为我们打开了无障碍出口。回过头来看,我觉得作为残疾程度评级为一定程度的人,只支付半价门票是完全合理的,因为这样我才得以完成参观。
不过现在要坦白说:路德维希博物馆是否意识到我们生活在一个老龄化社会中,助行器、轮椅和拐杖在街头随处可见呢?还是说那些很酷的……现代化的展览只适合体格健壮、年轻又酷炫的人吗?能否让展览的参与门槛更低一些呢?或者这其实并不是博物馆所希望的?博物馆是否承受得起失去那些人数不断增加的潜在参观者呢?
无论如何,几个小改动对我们来说都会大有帮助。设置一个明显易辨的残疾人入口是件好事,而且实施起来也毫不费力。再提供一张介绍各楼层如何抵达的简易地图,也会是个不错的起点。如果能把整个展览布局得更紧凑一些,从而避免需要走那么长的路线,那就太好了。当然,修建通往屋顶露台的坡道会稍显复杂,但从长远来看肯定是一项值得的投资。只是希望今后您能顺应社会发展的趋势,多照顾那些行动不太方便的人,或者更明确地指明您所想吸引的目标群体吧!